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50 Jahre Hoffmann-Vespa im Mai 2000
Nachdem die Vespisten – Ansgar, Richard sowie Sabine, Andreas und Stefan vom Vespa-Veteranen-Club – alle pünktlich da waren, mußten wir nur noch auf unser Begleitfahrzeug warten (Abfahrt sollte um 9 Uhr sein). Und so gegen 9.45 Uhr kamen wir dann auch los; vorher noch eben das Gepäck umgeladen und die VNB von Jens die halbe Liebigstraße hoch und runter geschoben bis sie auch lief (Hängerfahren bekommt nicht jedem Roller!). Gleich nach der 2. Kreuzung verloren wir Richard und Heinz Börner, doch Dank Handy konnte schnell die weitere Wegstrecke geklärt werden.

Geplant war bis Wiesbaden Autobahn zu fahren; und an der Ausfahrt Frauenstein sammelten wir die Beiden dann auch wieder auf und Jens entschloß sich bei der Gelegenheit die VNB wieder zu verladen. Man soll über Lufteinlässe in der Karosserie einfach nichts drüberlegen! Die Rollerfahrer fuhren schon ’mal vor; wir wollten uns mit den Börners sowie Holgi und Ulli vom VC Gießen in Nassau an der Lahn treffen. Schön gemütlich über die Bäderstraße (B 260) durch den Taunus. Sabine gab irgendwann ihren Soziusplatz auf der Sprint auf und wechselte auf Ansgars Rally, da sich mein Schmuckstück schon mit mir alleine die Berge mit 50 km/h hochquälte; ist halt nur ’ne 2-Kanal-Sprint!

Kurz vor Nassau gibt’s noch ’mal Kurven satt, die aber dieses Mal leider nicht ausgefahren werden konnten, da wir 2 langsame Autofahrer vor uns hatten, die nicht überholt werden konnten. So gegen 11.15 Uhr waren wir am vereinbarten Treffpunkt, doch von dem Begleitfahrzeug und den Gießenern weit und breit nichts zu sehen. Doch nur kurze Zeit später wurde unsere Gruppe wieder komplett (Holgi hatte verpennt) und wir konnten weiterfahren. Da sich das Wetter nicht so ganz entscheiden konnte, was es eigentlich wollte, zogen es die meisten vor, von ihrer Regenbekleidung Gebrauch zu machen.

Weiter ging’s über Koblenz und die B 42 am Rhein entlang. In Bonn entschlossen wir uns die restlichen 100 Kilometer über die Autobahn zurückzulegen. Die verspätete Abfahrt morgens und die Landstraßenfahrerei hatten das Zeitkonto doch leicht angeknabbert und alle Beteiligten wollten schließlich nicht erst bei Einbruch der Dunkelheit auf dem Gelände eintreffen. Aber so gegen 15.30 Uhr hatten wir es dann doch geschafft.

Das Treffen fand in einer der Produktionshallen der ehemaligen Hoffmann-Werke in Ratingen-Lintorf bei Düsseldorf statt. Die Spedition die zur Zeit die Halle nutzte, hatte sie ausgeräumt und diverse Händler und Privatleute sowie die Veranstalter hatten ihre Stände für Essen, Getränke und Teile aufgebaut. Durch die fast original erhaltene Architektur der Fabrikhallen entstand ein ganz besonderes Flair. In mehreren Reihen parallel zueinander standen über 75 Hoffmänner in den Heiligen Hallen des Jakob Oswald H., darunter einige Gespanne, Sonderaufbauten, 1 Modell 1955, größtenteils restauriert. Aber auch die anderen Oldtimer (alles was bis zur Sprint/Rally gebaut wurde) durften in der Halle stehen. Das „Archiv Hahn“ hatte eine umfangreiche Ausstellung über die Hoffmann-Werke aufgebaut, die liebevoll mit Photos, Werbeprospekten und zeitgenössischen Zeitungsausschnitten dekoriert war.

So plätscherte der Nachmittag mit Benzingesprächen, fotografieren, Bekannte begrüßen und Ersatz- und andere unwichtige Teile einkaufen, dahin. Irgendwann, so gegen 17.30 Uhr, fuhren wir in’s Massenquartier. Aufgrund des unbeständigen Wetters und weil’s ja nur für eine Nacht sein sollte, hatten wir uns entschlossen mit aller schmalstem Gepäck zu fahren. Die Turnhalle war am Rand schon gut gefüllt, aber auch für unser kleines Grüppchen fand sich noch ein Plätzchen bei den Hamburger Mädels. Nachdem sich auch der letzte restauriert hatte und Bahram zwischenzeitlich eingetroffen war, fuhren wir wieder zurück zur Halle. Hier spielte eine Kapelle deutschen Rock’n’Roll und Schlager aus den 50igern und heizte die Halle ein. Die üblichen Begrüßungsreden hatten wir zum Glück schon fast alle verpaßt. Als es am späteren Abend zur Pokalverleihung kam, gab’s einen Anlaß zur Freude. Wir hatten den 4. Platz in der Zielfahrtzone 2 (bis 300 km) belegt – vielen Dank an alle Beteiligten!

Um Mitternacht wurde die Stimmung noch mehr aufgemischt, als die legendären Blues Brothers (Thilo und Tilman) mit einer schwarzen Vespa durch den Saal fuhren und ihre Show begannen. Jetzt gab es für viele keinen Grund mehr zum sitzenbleiben und die Tanzfläche füllte sich schlagartigt. Als die Kapelle kurz nach der Show ihre Anlage abbaute, um Platz für den DJ zu machen, entschlossen sich auch einige von uns, zurück in’s Massenquartier zu fahren. Der Rest vergnügte sich noch in der Halle weiter. Ich fuhr so gegen 1 Uhr zurück, und mit Bahram, Dicky, Holgi und einigen anderen bekannten Vespisten führten wir noch Benzingespräche und labten uns dabei an in- und ausländischen Getränken.

Nachts soll es wohl noch ’mal laut geworden sein als die Rollerfreunde kamen, doch zu diesem Zeitpunkt lag ich schon in den schönsten Träumen und war für so was nicht mehr empfänglich. Da wir aber nicht zum schlafen nach Düsseldorf gekommen waren, war die Nacht folglich um 8 Uhr vorbei. Nach einem leckeren, umfangreichen Frühstück in einem Café in Ratingen, welches extra für uns (Ansgar, Dicky, Richard und Stefan S.) früher öffnete, fuhren wir zurück und trafen unterwegs noch den Korso, der uns zu den Hoffmann-Werken begleitete.

Wir verstauten die Hoffmann von Heinz Börner auf dem Hänger, verabschiedeten uns von unseren Freunden und fuhren mit einer kleinen Gruppe (Ansgar, Heinz, Jens, Ritchie und Sabine) durch den Regen Richtung Heimat. Bis Bonn wieder über die Autobahn und danach die schöne B 42 am Rhein entlang. In Koblenz regnete es dann kurze Zeit noch ’mal richtig, aber so gegen 17 Uhr war ich doch wieder zu Hause und ein sehr schönes (wenn man ’mal vom Wetter absieht), offizielles Vespa-Treffen war vorbei.

Vielen Dank an die Düsseldorfer und den Vespa-Veteranen-Club für die tollen Ideen und die gute Organisation!

Bildersammlung von Ansgar Fulland.

Ärisch

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