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Oh Wunder, eine Ausfahrt mit Roller!
Der 23. Oktober 2005 wird in die Geschichte des Clubs eingehen! Seit ewigen Zeiten ‘mal wieder eine Clubausfahrt mit Rollern, selbst angetrieben, ist geplant. Der Termin wurde nach Absprache mit Petrus so gesetzt, das die Wochenenden davor und danach jeweils schönstes Wetter war. Als ich an diesem Sonntagmorgen erst die Augen und dann den Rolladen öffnete, sah ich den Herbst in all’ seinen Grautönen feuchtfröhlich vor mir. Die Straßen nass, die Temperaturen frisch, so begab ich mich regendicht verpackt in Richtung Garage.

Mangels Batteriespannung erwachte meine PX nur wiederwillig um sich dann mit einer gewaltigen Qualmwolke von Zuhause zu verabschieden. Mit der festen Überzeugung, das bei diesem Wetter eh’ keiner zum Treffpunkt kommt, fuhr ich nach Darmstadt.

Naja, 20 Min. hin und 20 Min. zurück, das halte ich aus und die Vespa wurde auch ‘mal wieder bewegt und betankt. Da bin ich zum Mittagsmahl wieder zeitig zurück. Dachte ich mir. Doch als ich die Straße zum Ludwigsplatz herunter fuhr, traute ich meinen Augen nicht. Roller ... ja ... richtige Roller mit Besatzung. Ärisch, Holgi und Matthias mit Bananen-Vespa, nicht so krumm, aber so lackiert.

Ganz und gar überrascht stieg ich vom Roller und begrüßte die Anwesenden. Nach kurzem Plausch über Dies und Das und Gott und die Welt im speziellen gesellte sich auch noch unser Gregor dazu. Also waren wir zu fünft, Wahnsinn, und das im Oktober bei Regen! Wir warteten noch ein paar Minuten um sicher zu gehen, das wir keinen vergessen. Es kam aber keiner mehr. Nun rauf auf die Roller und ab auf die nasse Piste. Denkste!

Wir währen nicht der VCD, wenn jetzt nicht eine Panne aufträte. Schließlich ist Gregor mit dabei und ein Missgeschick in greifbarer Nähe. Und siehe da, ein Plattfuß am Roller und natürlich hinten. Und bei wem ... na ... nee nee, dem Holgi ist hinten Luft ausgegangen. Peinlich, so ein Ärger. Glücklicherweise hatte ja unser Langstreckenfahrer ein top Ersatzrad dabei, aus Gewichtsgründen auch ohne Luft. So weit so gut. Ihr schraubt die Kiste auseinander (das Lüfterrad muß ab!) und ich nehme das Ersatzrad mit und befülle es mit Luft, schlug ich vor. Gregor blieb ja dabei, ich wußte also den Rest in sicheren Händen. So ein Radwechsel geht bei uns ja razzfazz. Los geht’s, Mühle an und ab Richtung Rossdorf. Gundernhausen, Groß- und Klein-Zimmern, Semd, die ganzen kleinen Käffer, sie flogen an uns vorbei und Gregor hinterher. An der Semder Kreuzung zur B 45 sahen wir Rot auf der Ampel. Dies sah auch die Bananen-Vespa vom Matthias und versagte den Dienst. Sie wollte nicht mehr. Erst eine neue Zündkerze brachte sie ins Leben zurück und schließlich nach Groß-Umstadt. Dort wartete auch noch Michael. Nicht mit seinem mystischem Superroller, genannt „The never ending Story“ sondern mit seiner kleinen 125er Straßensäge – Wirklich nettes Teil! Hier an der Tanke konnten wir alle noch mal Treibstoff nachfüllen.

Sechs Vespen trotzen den Naturgewalten und bahnen sich Richtung Dorndiel ihren Weg, kämpfen sich durch Wald-Amorbach, fallen in Rai-Breitenbach ein, um Seckmauern zu erklimmen. Das kleine Örtchen Wörth durcheilen wir in Richtung Klingenberg, um dann die Regenschlacht in Großheubach zu beenden. In der Schänke zu Kloster Engelberg wollen wir zur Rast verweilen. Während die Mehrheit der Gruppe die Parkplätze für Zweiräder bezieht, wählt unser Gregor ein Bushaltestellenhäuschen als überdachte Parkmöglichkeit für seinen feinen Roller aus. Auf dem steilen Fußweg zur Schänke treffen wir plötzlich das Team Gude-Brink, welch Zufall! Ein Tisch im Gasthaus war schnell gefunden und ein Menü aus der sehr übersichtlichen, zehnpunktigen Speisekarte – vorzugsweise kalt – gleich gewählt und bezahlt beim Chefmönch. Das dunkle Bier im bedienerfreundlichen Gebinde zu 0,5 l harmonierte perfekt zum belegten Brot mit Kuchen zum Nachtisch. So verging die Zeit in gemütlicher Runde recht schnell. Es wurde wieder über Dies und Das gesprochen und warum den die blaue Sprint V. von Matthias nicht mehr wollte. So kam dann der Punkt der Abfahrt. Nach der Verabschiedung vom Team Gude-Brink fuhren wir gen Heimat.

Das Wetter hatte sich Gott-sei-dank noch nicht spürbar gebessert, im Gegenteil, nach Weilbach im dusteren Ohrnbachtal begann es richtig zu schütten. Kleine Pause am Straßenrand, um sich noch dichter gegen Regen einzupacken. Und schon ging es weiter, immer weiter gegen die Stömmung nach Vielbrunn, gleichzusetzen mit „Vielwasser“.

Bei Bad König hat uns dann Michael 125er-Heuver verlassen, warum auch immer, keine Ahnung! Und im Brombachtal, auf der B 47 ist dann auch noch unser Gregor abhanden gekommen. Aber er hatte bestimmt einen eminent wichtigen Grund, bei Gelegenheit ‘mal nachfragen.

So fuhr nun der letzte hart Kern, eben alles Pitbull-Streichler und Hooligans-Schubbser, weiter durch die Unwillen der Natur. In Gersprenz, nicht im gleichnamigen Fluß, sondern dem Ort, sagten Matthias, Ärisch und ich dann Tschüüüüß und gut Fahrt zu Holgi, der nun Richtung Führt/Weinheim in See stach. Der Rest trennte sich in Münster, womit der offizielle Teil dieser Sonntagsausfahrt beendet war.

Mir persönlich hat die Tour großen Spaß gemacht. Auch wenn das Wetter nicht so prickelnd war. Wir machen so was viel zu selten. Einfach ‘mal sagen, wenn’s Sonntags trocken ist, 10 Uhr treffen, und losfahren. Maximal gegen 13 Uhr zurück. Da müssen wir hin kommen.

Thomas W.

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