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20 Jahre Vespa-Club Darmstadt – das mußte gefeiert werden!
Die Vorbereitungen für den festlichen Höhepunkt des Jahres 2003 sind schon seit Monaten in vollem Gange, jedes Problem wurde bis zum Abwinken durchgespielt und diskutiert. Alles, aber auch alles sollte besser und ertragreicher werden ohne mehr zu kosten. Ein Grundsatz, den unser aller Bundeskanzler auch hat. Aber, ... naja, ein anderes Thema! 20 Jahre, das ist für einen kleinen Vespaclub mit 20 Mitgliedern, von denen 13 Leute wirklich echt was tun, schon erstaunlich lang. So auch wieder diesmal. Der eine hat einen Familientermin, einige andere waren schon ewig nicht mehr für den Club tätig, wieder andere können aus beruflichen Gründen nicht, OK. Doch wenn Mitglieder keine Lust haben, unseren Ehrentag zu feiern, schade, ihr habt eine super Fete verpasst, kann ich nur sagen!

Doch der Reihe nach. Mein Aufgabenbereich erfasste wie fast jedes Jahr die Beschaffung des Brennmateriales für unser Lagerfeuer, das trotz großer Trockenheit und unleserlichen Warnhinweisen am Feuerplatz, entzündet werden sollte. Schon knapp 2 Wochen vorher begann ich mit der Kettensäge alte Paletten und Gartenpfähle in handliche Stücke zu zerteilen. Erst so gegen 17 Uhr traf ich mit Sack und Pack und Holz in Heimbuchenthal ein. Das Aufbau-Team, welches schon seit 12 Uhr hier Dienst tat, saß bis dahin auf dem Trockenen (Naja fast, es mußte ja noch Erbeer-Limes vorverkostet werden). Das Bier und die anderen geistigen Getränke waren erst eine Stunde vor mir eingetroffen. Nun gut, so behielten alle beim Aufbau einen klaren Kopf. Unser Kassenwart „Peter der Große“ nahm alle Gebühren und Eintrittsgelder mit großer Gelassenheit an sich, und drängte so manchem einen Patch oder Aufkleber auf, gegen Kohle, klar. Sein Standort war zentral und idyllisch gewählt. Das Finanzgebäude direkt am Eingang zu Festplatz, umringt von altem Baumbestand, ganz in der Nähe das ständige Plätschern einer tiefen, nie versiegenden Quelle. Etwas übelrichend zwar, aber sehr beruhigend. Erst später sollte sich herausstellen, daß hier in der Tiefe sich der Abwasserkanal von unserem „Wellness-Bereich“ seine Bahn suchte.

Unser Ritchi fühlte sich nicht nur für alles verantwortlich, er war es auch. Musik, Licht, Getränke, Vorräte, er behielt alles im Blick. Egal was gerade schnell erledigt werden musste, Ritchi war einen Schritt schneller und schon unterwegs. Belegt wurde sein Tun auch von der Getränkestrichliste; hier führte er um Längen. Das dieses aufopfernde Verhalten nicht spurlos an ihm vorbei ging zeigte sich erst später. Die Bar wurde locker und entspannt vom Team Gude-Brink unter vollem Einsatz aller inneren Organe (wirklich aller) geleitet. Zu meiner Freude wurden zwei Biersorten, Äppler und allerlei Getränke mit und ohne Alkohol angeboten.

Stephan hat sich naturgemäß vor dem Beginn des Ausschankes über den einwandfreien Zustand der Getränke überzeugt, und auch während des Verkaufes immer einige Proben entnommen. Erstmals wurde auch eine selbst gemachte Spezialität aus dem Hause Gude-Brink angeboten. Der so genannte Erdbeerlimes. Ob der Name von einer Leimart hergeleitet wurde ist nicht überliefert. Klebrig war das Gemisch auf jedenfall, jedoch so wohlschmeckend, das es sich zum Verkaufsschlager entwickelte. In der Essensausgabe zauberten Moni, Andi und Holgi mit Nudeln, Hackfleisch und diversen Soßen am Freitag ein superleckeres Mahl herbei, welches von Allen sehr gelobt worden ist. Übrig blieb natürlich nichts. Unser Schriftführer Ärisch, der außer Gott nun wirklich jeden Vespa-Fahrer kennt, übernahm die persönliche Begrüßung eines jeden Gastes per Handschlag und verbreitete so die familiäre Stimmung der Feier an diesem Freitag Abend, unterstützt von Lagerfeuer, Erdbeerlimes und Musik. Als dann zu später Stunde alle Programmpunkte wie Essen und Schlafplatz beziehen abgeschlossen waren, ging man zum gemütlichen Teil der Party über. Der Limes wurde der Einfachheit halber nur noch meterweise verkauft. Auch hier gab das Team Gude-Brink, jetzt unterstützt von unseren Präsi, zu fortgeschrittener Stunde wirklich alles, und das „Meterweise“. Bedingt durch technische Schwierigkeiten erreichten die letzten Gäste so gegen 3 Uhr morgens das Festgelände und die Bar, die Stephan gerade schließen wollte. Ungeachtet der nun doch einsetzenden Bettschwere wurden die Neuankömmling vom Team erfolgreich bewirtet und zur Ruhe gebracht. So ging der erste Partyabend positiv zu Ende.

Der Samstag begann so, wie der Freitag endete, ruhig und gediegen. Kristine, Moni, Claudi und Andi bildeten das Frühstücksküchenteam. Es wurden Kaffee, Tee, Wurst, Süßbabsch und andere Spezialitäten ausgegeben. Kleine Probleme mit der Kaffeezubereitung wurden schnell gelöst, sodaß sich der Lunch fast bis zum Mittag hinzog.

Ab etwa 13 Uhr sollte das Samstagsprogramm beginnen. Geplant waren eine Orientierungsfahrt, eine kleine Ausfahrt, eine Tour zum Badesee und natürlich Fungames. Michael Heuver und ich wurden für die Ausfahrt beauftragt. Da ich ohne Roller vor Ort war, stellte mir Ärisch seine Rally und Schutzbekleidung freundlicher Weise zu Verfügung. Herr Heuver, ausgestattet mit einem nicht näher beschriebenen orangenem Zweitakt-Moped, führte den Pulk von etwa 20 Vespen an. Ich bildete sozusagen den orangen Abschluß und trieb alle vor mir her. Die Fahrt ging durch den schönen Spessart an einen Aussichtsturm. Hier wurde eine kleine Fotopause gemacht und smalgetalkt. Weiter ging die Tour durch tiefe Wälder und sonnige Höhen in Richtung Aschaffenburg ins „Bianco Rosso“-Museum. Während der fahrt dorthin stellten sich bei mir heftige Kopfschmerzen ein, die den Fahrgenuß auf der Rally erheblich schmälerten. Diese Schmerzen resultierten jedoch nicht aus dem Getränkekonsum des Vorabends, oder den blaugrauen Zeitaktnebelbänken, die ich durchpflügte. Nein, mein Kopf hatte sich im Laufe der Kilometer der Größe und Form von Ärischs Helm angepasst. Doch was tut man nicht alles für den Club?

Der Besuch im Museum selber war sehr interessant. Nach einiger Zeit sammelte man sich wieder auf dem Rosso-Parkplatz bei noch sonnigem, warmen Wetter. Jetzt ging die Fahrt wieder Richtung Heimbuchenthal. Vorneweg Herr Heuver, hartnäckig verfolgt von zwei wilden Fünfzigern und Dicki, jenseits der 90 km/h Marke. Etwa um 18 Uhr erreichten wir sicher und komplett unser Festgelände.

Die Vorbereitungen für den Samstagabend waren hier schon im vollen Gange. Man bereitete sich auf die Zubereitung des Abendmahles, sowie auf die Getränkeversorgung vor. Um einen Bierengpaß auszuschließen entschied man sich, noch einige Kästen Bier im Ort zu besorgen. Diese Aufgabe wurde Andreas Born und mir zugeteilt. Vielen Dank noch an den freundlichen Getränkehändler, der uns nach Ladenschluß noch bediente. Viel kritischer war die Situation mit dem Erdbeerlimes. Wegen steigender Nachfrage mußte auch hier für Nachschub gesorgt werden. Dies gelang leider leider nur zum Teil. Die Quelle sollte alsbald versiegen. Unser heutiges Küchenteam, die „drei Damen vom Grill“, Kristine, Moni und Andi, jonglierten mit Hamburgern, Salatblättern und Brötchen um die Wette. Die Dinger waren Saugut und gingen weg wie Erdbeerlimes. Auch Steaks und verschiedene Salatkreationen wurden angeboten. Es wurde wohl jeder satt. Ein großes Lagerfeuer und gute Musik trieben das Stimmungsbarometer in die Höhe. Als zu späterer Stunde dann auch noch der Vespa-Notdienst aus Frankfurt, Rolf Fauerbach, eintraf, erreichte die Stimmung einen Höhepunkt. Irgendwann sind alle satt und rund und zufrieden, und man wendet sich den allseits beliebten Benzingesprächen zu. So ging Stunde um Stunde in die Runde. Als die Heiterkeit jedoch zu eskalieren schien, ergriff unser inzwischen sehr gut gelaunter Stephan Brink die Initiative, und kleidete eine völlig entblößte Gummipuppe aus moralischen und ethischen Gründen wieder ein, sodass die älteren und jüngeren Teilnehmer keinen Anstoß daran nehmen konnte. Der Abend wurde nun immer ausgelassener. Prompt werden interessante Gesangesdarbietungen und Luftgitarreneinsätze zum Besten gegeben, bei voller Lautstärke. Ungeachtet dessen entwickelte sich bei Ritchi ein gesundheitliches Formtief, welches nicht vom Alkoholgenuss herrührte. Er nahm eine Auszeit in der Fahrgastkabiene seines Transporters.

Es wurden nun noch die Gewinner der Ori, Zielfahrt und Fungames mit allerlei Preisen überhäuft, der Rest wurde so unter’s Vespa-Volk gebracht. So ging dann auch für mich der Abend am frühen Morgen zu Ende, als ich mich in meinen Schlafsack begab.

So etwa gegen 10 Uhr morgens erblickte ich das Licht der Welt. Das Küchenteam sorgte sich schon wieder um Kaffee, Süßes und Wurst. Einige waren schon wach, andere kamen etwas später, der Letzte mußte mit lauter Musik und Gewalt in’s Leben zurück geholt werden (Guten Morgen Ärisch!).

Stress und Hektik wurden im Keim erstickt, gefrühstückt wurde mit Ruhe und Gelassenheit. So begann dann auch gaaaaannnnzzz langsam der Abbau und die Verabschiedung der Zahlreichen Teilnehmer. Ritchi ging es nach dem Genuß eines Früstücksbieres zunehmend besser, sodaß er die Abbaumaßnahmen souverän überwachen konnte. So komme ich schon zum Schluß mit der Feststellung: Eine super Fete, mit nur winzigen Mängeln.

Wer nicht da war ist selber schuld und hat was verpasst!

Folgende Pokale wurden verteilt:

  • Weiteste Anfahrt: Gunnar aus Kiel
  • Club mit den meisten Vespen: Classico IG Aschaffenburg mit 13 Vespen
  • Schönste Vespa: Nino Raneri aus Erlangen
  • Orientierungsfahrt: Hemi aus Münster
  • Sonderpreis: Klaus aus Langen für die 50er auf der Ape
Außerdem möchten wir uns bei der Firma Moto-Tech aus Darmstadt für die Preise bedanken sowie bei unseren ca. 85 Gästen aus Alzenau, Aschaffenburg, Bergenhusen, Braunschweig, Bremen, Brinkum, Darmstadt, Dortmund, Düsseldorf, Erlangen, Erding-Freising, Flensburg, Frankfurt, Gießen, Götzenhain, Groß-Gerau, Groß-Umstadt, Hamburg, Kiel, Köln, Langen, Ludwigshafen, Mannheim, Meerbusch, Münster, Recklinghausen, Remseck, Rodgau, Rüsselsheim, Speyer, Tornesch, Voerde und Würzburg, die hoffentlich alle viel Spaß mit uns hatten und wir auch mit Euch!

Thomas W.

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