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(25. November)  Wir wünschen allen Vespisti eine schöne Plätzchenzeit.  -> mehr
 
50 Jahre Vespa-Club Mannheim im August 2002
Da das Wochenende vom Wetter her nur das Beste versprach, war es obligatorisch ‘mal wieder mit der Sprint zu fahren.

Ich holte also Jürgen vom Veteranen-Club in Wallerstädten ab und gemeinsam ging’s gemütlich durch’s Ried zum ersten Treffpunkt in Gernsheim wo Jan und Holgi schon auf uns warteten. Matthias und Kurt von den Veteranen wollten eigentlich alleine über die Bergstraße fahren, bedauerlicherweise hatte sich jedoch der Motor von Matthias’ Rohrlenker in Heppenheim verabschiedet. So beschlossen wir, die beiden einzusammeln und gemeinsam weiter nach Mannheim zu fahren. Gerade als wir los fuhren, kam noch Ritchie dazu und wir waren komplett. Als wir in Heppenheim eintrafen, hatte Matthias seine Vespa schon bei Bekannten ein paar Straßen weiter untergestellt. Ursprünglich war geplant gewesen, dass Holgi ihn mitnehmen und wir sein Gepäck unter uns aufteilen würden (geschickter Weise fuhren Jan, Jürgen und Ich nämlich nur mit Schwingsattel und Brücke). Doch als der Bekannte von Matthias seine Garage aufschloß und ihm anbot, mit seiner PX weiterzufahren, war das Transportproblem gelöst. Weiter ging’s über die B 3; Jürgen und Kurt waren mit ihren „schnellen“ Oldtimern (T2 und VNA) schon vorgefahren. Als wir noch einen kurzen Tankstopp einlegten, hatten wir jedoch keine Hoffnung mehr die beiden einzuholen und fuhren die letzten Kilometer über die Autobahn.

Das Zielfahrtgelände lag dieses Mal recht idyllisch unter Bäumen vor dem Landesmuseum für Arbeit und Technik. So waren Fahrer und Fahrzeuge nicht die ganze Zeit der permanenten Sonneneinstrahlung ausgesetzt, was doch allgemein begrüßt wurde. Nach den üblichen Begrüßungszeremonien (es waren recht viel bekannte Vespisti anwesend, unter anderem auch der Präsident des neugegründeten Vespa-Club Brasilien) stellte ich die Sprint zu den anderen Oldtimern des deutschen Historischen Vespa-Registers, welches sich in einem Rondell präsentierte. Der Nachmittag plätscherte so mit den üblichen Benzingesprächen dahin. Irgendwann rief noch Stefan an, dass seine PX auf halbem Weg nach Mannheim ein Loch im Kolben bekommen hätte. Holgi holte daraufhin Daniela und Stefan von der Autobahn ab und so gegen 15 Uhr waren sie dann auch da.

Gegen 16 Uhr präsentierte das Vespa-Register alle im Rondell ausgestellten Oldtimer auf einer Rampe. Manni Henning bzw. die Besitzer erzählten noch ein paar Worte über die Fahrzeuge und anschließend bekam jeder Teilnehmer von Petra, der Präsidentin des VC Mannheim, eine Urkunde und Erinnerungsplakette überreicht. Zwischenzeitlich kamen auch Moni und Andi. Im Laufe des späteren Nachmittags fuhren Richard, Matthias, Holger L. und Ich zum nahegelegen Zeltplatz, wo wir noch eine freie Rasenfläche neben dem Düsseldorfer Club fanden. Fritz aus Gießen hatte seinen T4-Bus allerdings so geschickt geparkt, dass wir nicht die ganze Zeit ihren Anblick genießen konnten. Kurze Zeit später kamen dann Ansgar und Kira mit dem Nachwuchs vorbei und der späte Nachmittag plätscherte so dahin.

Um 20 Uhr sollte der Ball beginnen. Wir hatten die Wahl, zwischen Straßenbahn- oder Vespafahren und laufen, um zur Abendveranstaltung zu kommen. Holgi und Fritz entschieden sich für die Vespen. Matthias, Richard, Rolf und Ich beschlossen die kurze Entfernung zu Fuß zurückzulegen, da gerade keine Bahn fuhr. Und nach ‘ner halben Stunde flottem Fußmarsch hatten wir es dann auch in den Baumhain des Luisenparks geschafft. Da wir die offizielle Begrüßung schon verpaßt hatten, konnten wir uns voll und ganz dem Abendessen widmen, welches kurze Zeit später gereicht wurde (auch wenn man den Verteilmodus des Service-Personals stellenweise nicht ganz nachvollziehen konnte!). Nachdem Fritz noch ein wenig mit unserer Bedienung flirtete, bekamen Matthias und er auch noch ein zweites Mal warmes Essen gereicht. Danach waren wir dann glaube ich alle satt!

Zur musikalischen Untermalung des Abends trugen die „Barons“ (eine der besten Beatles-Cover-Bands) bei. Wem es im Saal noch nicht warm genug war, konnte sich bei gängigen Rhythmen aus den 60er Jahren mehr oder weniger schnell die Beine auf der Tanzfläche vertreten, was auch von vielen angenommen wurde.

Nachdem die Preise für die Zielfahrt vergeben waren, leerte sich leider relativ schnell der Saal, was der Stimmung allerdings keinen Abbruch tat. Die Fußgänger brachen so gegen Mitternacht auf, da es noch diverse Flaschen Rebensaft zu verköstigen galt. Die Vespisten kamen gerade rechtzeitig am Zeltplatz an, als der Wein zu atmen anfing. 2 Flaschen später lockerte Rolf F. aus F. die etwas schläfrige Stimmung auf dem Zeltplatz durch die Fahrkünste seines Wohnmobils auf, welches eines seiner Jünger fuhr, während er die am Wegesrand aufgestellten Vespen mit geschickten Handgriffen zur Seite stellte (wobei man die Besitzer derselben nicht unbedingt fragen muß!). Leider war der Platz neben unserem Zelt anscheinend der einzig angemessene für die rollende Heimstatt des jungen Mannes, sodaß er uns auch noch beehrte. Matthias, Richard, Rolf und Ich nutzten allerdings geschickt die Gunst der Stunde und beendeten den Abend und überließen Fritz und Holger ihrem Schicksal.

Nach einer kurzen Nacht begaben wir uns ein paar Stunden später gegen 9 Uhr zum Frühstück in die Bundeswehrakademie. Um kurz nach 10 Uhr fuhr ich mit Petra zum Stadtempfang in’s Rathaus während der Rest sich zum Trial nach Frankenthal oder schon auf den Heimweg begab. Im Rathaus gab es einige kurze Reden (auch unser Arthur mußte noch was sagen), Präsente für einige ausgewählte Damen und Herren sowie im Anschluß daran Häppchen und Sekt. Und dann kam auch noch ein Mannheimer Privatsender vorbei und interviewte und filmte Jürgen und einige andere Vespisten.

Als ich gegen 13 Uhr wieder auf dem Zeltplatz war, hatte Matthias schon mit dem Zeltabbau begonnen. Wir packten unsere Sachen zusammen und fuhren noch auf ‘nen Kaffee zum Ansgar nach Seckenheim. Irgendwann brachen wir aber auch von dort auf. In Pfungstadt verabschiedete ich mich von Matthias und war um 18 Uhr zu Hause.

Fazit: Freuen wir uns also auf das nächste Treffen im Jahr 2007.

Ärisch

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